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Frank Kuepping

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Projekt bereitet sieben Schulen auf aktive Medienarbeit vor

Elke Stirken, Leiterin des Amtes für Schulen und Kultur im Rhein-Kreis Neuss (4.v.r. vorne), und Johannes Feser, Referent für Medienbildung im Kreismedienzentrum (r.), überreichten Urkunden an die Medienscouts.
Foto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Freude bei 28 Schülerinnen und Schülern und 14 Lehrkräften von sieben Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss: Die Jugendlichen und die Lehrkräfte nahmen jetzt ihre Urkunden als Medienscouts entgegen. Sie spielen in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Medienerziehung an ihren Schulen und darüber hinaus bei der Prävention von Cybermobbing und anderen Herausforderungen, die digitale Medien mit sich bringen.

Elke Stirken, Leiterin des Amtes für Schulen und Kultur im Rhein-Kreis Neuss, gratulierte den neuen Medienscouts zur abgeschlossenen Ausbildung bei der feierlichen Überreichung der Urkunden und bedankte sich für deren Engagement. Gleichzeitig rief sie die Schülerinnen und Schüler dazu auf, ihre neue Aufgabe ernst zu nehmen und weiter zu verfolgen: „Kein Erwachsener kann das so gut wie ihr, weil ihr euren Mitschülern auf Augenhöhe begegnet“, betonte Stirken und ermutigte weiter: „Indem ihr euer Wissen teilt, die Fragen eurer Schulfreunde beantwortet und manchmal auch einfach nur zuhört, macht ihr sie stark. Damit leistet ihr nicht nur einen sehr wichtigen Beitrag hin zu einer nachhaltigen Verankerung von Medienkompetenz an eurer Schule, sondern auch für ein gutes Miteinander.“ Die Schüler und Lehrkräfte waren zu den Themen Internet und Sicherheit, soziale Netzwerke, digitale Spiele, Cybermobbing sowie Kommunikation und Beratung geschult worden.

Sowohl die Auftakt- als auch die Abschlussveranstaltung der Medienscouts-Ausbildung fand in diesem Jahr in der Aula der Realschule Korschenbroich statt. Schulleiterin Marion Wittig lobte die Einsatzbereitschaft der ebenfalls ausgebildeten Lehrkräfte, die den Medienscouts beratend zur Seite stehen und das Angebot an den Schulen überhaupt erst möglich machen. Besonders bedankte sie sich bei den drei Beratungslehrkräften ihrer Schule, Lena Meyer, Marko Kurtes und Eva Hermanns, die neben der Teilnahme an den Workshops auch die Organisation der Präsenzveranstaltungen übernahmen: „Mir ist es ein Anliegen, den meist abgeschlossenen Kosmos Schule durch besondere Veranstaltungen wie die Medienscouts-Workshops, die unserer Schule einen echten Mehrwert bringen, zu öffnen“, so Wittig. „Für den Einsatz unserer drei Lehrkräfte, die mit der Organisation der Präsenzveranstaltungen weit über das geforderte Maß hinaus geht, habe ich größten Respekt“, würdigte die Schulleiterin die Arbeit ihrer Kolleginnen und ihres Kollegen.

Die NRW-Ministerin für Schule und Bildung Dorothee Feller hatte bereits bei der Medienscouts-Convention in Düsseldorf im September erklärt: „Wenn es die Medienscouts nicht geben würde, müsste man sie erfinden.“ Sie wies darauf hin, dass das Projekt Medienscouts NRW zukünftig weiter eine große Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz an den Schulen in Nordrhein-Westfalen spielen wird.

Im Rhein-Kreis Neuss wird die Medienscouts-Ausbildung vom Kreismedienzentrum koordiniert, das alle Schulen im Rhein-Kreis Neuss dazu aufruft, sich für die Aus- und Weiterbildung neuer Medienscouts im Jahr 2023 anzumelden. Interessierte können sich ab sofort per Mail bei johannes.feser@rhein-kreis-neuss.de oder telefonisch unter 02131 66191616 anmelden.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Stephan Falke von der Schule am Nordbad mit den Freiwilligen vom Gymnasium Norf, die das Kreisschulschwimmfest unterstützten
Foto: Rhein-Kreis Neuss

Rund 60 Kinder und Jugendliche aus den Förderschulen des Rhein-Kreises Neuss mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung nahmen jetzt am Kreisschulschwimmfest teil. Das Vorbereitungsteam aus Vertretern der Mosaikschule in Grevenbroich, der Sebastianusschule in Kaarst und der Schule am Nordpark in Neuss hatte ein attraktives Programm erarbeitet. Im Neusser Stadtbad fanden alle Teilnehmer ideale Voraussetzungen, da dort Nichtschwimmer und Schwimmer gleichzeitig in unterschiedlichen Becken ihre Wettkämpfe austragen konnten.

Während rund 30 Nichtschwimmer an einem umfangreichen Spiel- und Spaßprogramm teilnahmen, absolvierten die Schwimmer jeweils 25 Meter und machten auch bei einem Staffelwettkampf mit. Bei der Staffel über 4 x 25 Meter Freistil hatte das Team der Mosaikschule die Nase vorn und nahm einen Pokal mit nach Hause. Auf Platz zwei kam die Mannschaft der Sebastianusschule Kaarst und auf Platz drei die der Schule am Nordpark. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überreichte die Pokale und verteilte Erinnerungsmedaillen an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wettbewerbe.

Bei den Einzelstrecken in den Disziplinen Freistil siegten bei den Schülerinnen bis 14 Jahren Lada Novikovski (Schule am Nordpark) und bei den älteren Schülerinnen Melina Baden (Mosaikschule). Über erste Plätze ebenfalls im Freistil über 25 Meter freuten sich bei den Schülern bis 14 Jahren Rumen Sandova (Mosaikschule) und bei den älteren Schülern Lukas Bilk (Schule am Nordpark).

Eine große Hilfe waren freiwillige Siebtklässler des Gymnasiums Norf. Sie stoppten alle Zeiten und betreuten die Schülerinnen und Schüler vor und nach den Wettkämpfen. Die Organisatoren dankten ebenfalls dem Personal des Stadtbads für seine Unterstützung bei dem Kreisschulschwimmfest.

Kita Pusteblume feierte St. Martin

Beim St. Martin-Frühstück in der Kita Pusteblume in Rommerskirchen freuten sich die Kinder über die fair gehandelten Taschen und die faire Schokolade.
Foto: Kita Pusteblume

Freude bei den Kindern der Kindertagesstätte Pusteblume in Rommerskirchen: 55 Mädchen und Jungen gehörten – ebenso wie die die Eisbärenklasse der Neusser Geschwister-Scholl-Grundschule – zu den Gewinnern beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hatte den Kindern faire Baumwolltaschen und fair gehandelte Schokolade für den Martinszug überreicht. Dabei betonte er: „Als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands setzen wir uns seit vielen Jahren für den fairen Handel ein. Mit dieser Aktion machen wir für dieses Thema Werbung und unterstützen gleichzeitig Martinsaktionen bei uns im Kreis.“

Nicole Eßer, Leiterin der Kita Pusteblume, hatte im Namen der Rommerskirchener Kita am Gewinnspiel teilgenommen und den Gewinn gemeinsam mit den Kindern Constantin und Joris entgegen genommen. Sie berichtet, dass die mit Schokolade gefüllten fairen Baumwolltaschen beim St. Martin-Frühstück in dieser Woche an die Kinder verteilt wurden und beim Umzug einen Tag später zum Einsatz kamen. Nicole Eßer fügt hinzu: „Bei uns in der Kita sind Fairtrade und Nachhaltigkeit wichtige Themen, und wir wollen uns als Faire Kita zertifizieren lassen.“ Für diese Auszeichnung erforderlich sind die Beschlussfassung durch den Kindergartenrat, die Gründung eines fairen Teams, die Verwendung von fairen Produkten, Bildungsarbeit zum fairen Handel und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen zum fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss gibt es unter dem Link www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de.

Bildzeile: Sarah Stutz, Leiterin der Kita im Haus der Familie, und Carsten Erretkamps, Fachbereichsleiter Familie und Jugend, freuen sich über den Kita-Preis „Gute und gesunde Kita“. Foto: UK NRW

Die Caritas-Kita im Haus der Familie in Dormagen ist einer der Preisträger des Kita-Preises „Gute und gesunde Kita“. Carsten Erretkamps, Fachbereichsleiter Familie und Jugend, und Sarah Stutz, Leiterin der Kita, nahmen den Preis, der mit einer Prämie in Höhe von 5.000 Euro verbunden ist, jetzt in Wuppertal entgegen. Die Auszeichnung wird von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW) verliehen. Mit ihm werden Kindertageseinrichtungen in NRW ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Sicherheit und Gesundheit von Kindern und Beschäftigten einsetzen.

In einem dreistufigen Verfahren konnten sich die Kindertageseinrichtungen für den Kita-Preis qualifizieren. Der Bewerbung und der eingereichten Selbstbewertung der Kita in Bezug auf die Qualitätsbereiche folgte nach der Prüfung durch die Unfallkasse NRW und die BGW abschließend ein Termin in der Kindertageseinrichtung.

„Für uns hat sich die Teilnahme in jedem Fall gelohnt“, sagt Sarah Stutz. „Wir haben unsere Aufgaben in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit mit Hilfe der Qualitätsmerkmale auf einen aktuellen Stand bringen können. Und natürlich freuen wir uns sehr über die Prämie.“

Besonders gelobt wurde von den Juroren die gute Organisation in der Kita. Zudem seien die Mitarbeitenden über das Maß hinaus, in Erster Hilfe aus- und fortgebildet. Die Kita biete zudem ein umfassendes Angebot zur Mobilitätserziehung.

Das zweckgebundene Preisgeld wird die Einrichtung für Projekte, Maßnahmen und Anschaffungen verwenden, die Sicherheit und Gesundheit fördern und dabei sowohl den Kindern als auch den Mitarbeitenden zugutekommen.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Mitte), Pressesprecher Benjamin Josephs (r.) und Petra Koch (l.) übergaben die Baumwolltaschen an Nicole Eßer (2.v.r.) von der Kindertagesstätte Pusteblume und Tanja Jansen (2.v.l.) von der Geschwister-Scholl-Schule Neuss-Derikum.
Foto: D. Staniek / Rhein-Kreis Neuss

Über faire Baumwolltaschen für ihren St. Martinsumzug freuten sich jetzt Kinder aus der Eisbärenklasse der Geschwister-Scholl-Grundschule Neuss-Derikum und der Rommerskirchener Kindertagesstätte Pusteblume. Die Schulklasse und die Kita hatten bei einem Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss gewonnen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der den Kindern die Taschen zusammen mit fair gehandelter Schokolade überreichte, erläuterte: „Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen für den Fairen Handel setzen. Denn St. Martin ist ein Fest des Teilens, und dieser schöne rheinische Brauch ist eine gute Gelegenheit, um das Thema Fairer Handel auch Kindern zu erklären.“

Emily, Eva, Constantin und Joris brachten ihre selbst gebastelten Laternen zur Gewinnübergabe mit. Tanja Jansen, die für die Geschwister-Scholl-Grundschule bei dem Gewinnspiel mitgemacht hatte, berichtet, dass die Neusser Schule am 7. November eine Laternenausstellung plant und dass die Taschen beim Umzug am 10. November zum Einsatz kommen. Die Rommerskirchener Kindertagesstätte Pusteblume veranstaltet ebenfalls einen eigenen Martinsumzug. „Wir freuen uns sehr über den Gewinn“, sagt Kita-Leiterin Nicole Eßer. „Denn Fairtrade und Nachhaltigkeit sind bei uns in der Einrichtung wichtige Themen, und wir wollen uns als Faire Kita zertifizieren lassen.“

Kreissprecher Benjamin Josephs betont, dass der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands Kindertagesstätten und Schulen, die sich als Faire Kita oder als Fairtrade School zertifizieren lassen wollen, unterstützt. Weitere Informationen dazu gibt es bei Petra Koch von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit per Mail (petra.koch@rhein-kreis-neuss.de). Der Rhein-Kreis Neuss informiert über Aktionen zum Fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss auf der Internetseite www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de.

Die „Kinderstiftung Lesen bildet“ hat jetzt einen Workshop für über 30 Lehrkräfte aus den Grundschulen und den weiterführenden Schulen organisiert. Der Workshop im Raphaelshaus in Dormagen stand unter dem Motto „Zukunftschancen am Übergang in die Sekundarstufe I“. Saskia Wittmer-Gerber stellte das Vivo-Programm der gemeinnützigen Stiftung der Deutschen Wirtschaft vor, das mit Hilfe eines Baukastensystems auf den Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule vorbereitet. Ziel ist die Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler.

Der Rhein-Kreis Neuss hat die Fortbildung mit einem Betrag in Höhe von 1 000 Euro unterstützt und bietet die Unterrichtsmaterialien auch in seinem Medienzentrum an. Das Programm besteht aus insgesamt aus drei Modulen mit Materialien für die Grundschule, für die weiterführende Schule und für die Gestaltung des Übergangs. Die Bausteine für die vierte und fünfte Klasse werden durch kurze, animierte Filme mit interaktivem Begleitmaterial für das Whiteboard ergänzt.

Heinz Mölder, Vorsitzender des Vorstandes der „Kinderstiftung Lesen bildet“, machte sich zusammen mit Kreisschuldezernent Tillmann Lonnes, Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld und Marco Gillrath, dem Leiter des Raphaelshauses, ein Bild von dem Workshop für Lehrkräfte.

Das Jugendamt Rhein-Kreis Neuss ist ab sofort bei allen Fragen zum Kindesunterhalt auch Ansprechpartner für Familien in Grevenbroich. Alleinerziehende aus der Schlossstadt wenden sich an das Jugendamt, das persönliche Beratung nach Terminvereinbarung in Grevenbroich anbietet.

Wie bisher ist das Kreisjugendamt für Familien aus Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen zuständig. Ulrike Schmitz-Doering, Leiterin des Teams „Wirtschaftliche Hilfe und Beistandschaften“, berichtet, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beratung und Unterstützung nicht nur zum Kinderunterhalt bieten, sondern auch zur Feststellung einer Vaterschaft. „Wir beraten unter anderem junge Volljährige, wenn es um Unterhaltsansprüche geht“, erläutert sie. „Ziel ist immer, zwischen den Parteien zu vermitteln und eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten zu finden. Dabei stehen in jedem Fall die Interessen des Kindes im Vordergrund.“

Wenn eine Beratung nicht ausreicht, unterstützt das Kreisjugendamt durch die Einrichtung einer Beistandschaft. Im vergangenen Jahr hat das Team 575 Beratungsfälle sowie Beistandschaften für Familien aus Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen übernommen; hinzu kamen 285 Beurkundungen. Informationen zu dem Thema finden sich im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/jugendamt.

Für Familien aus Grevenbroich sind Ines Hoff (Tel. 02161 6104-5192) und Dorothee Wildschütz (Tel. 02161 6104-5193) Ansprechpartnerinnen. Für Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen geben Anke Claßen (Tel. 02161 6104-5143), Ingo Morjan (Tel. 02161 6104-5138) und Karsten Troppenz (Tel. 02161 6104-5142) Auskunft. Das Kreisjugendamt befindet sich in Korschenbroich, Am Kirsmichhof 2, die Außenstelle in Grevenbroich an der Schloßstrasse 20 (nur nach vorheriger Terminvereinbarung).

Ein riesiger Erfolg war das 9. Familienfest des Rhein-Kreises Neuss am Sonntag auf dem Dycker Feld bei Schloss Dyck: Rund 28 000 große und kleine Gäste genossen auf dem auf dem 1,2 Kilometer langen Gelände einen rundum gelungenen Tag. Bereits kurz nach der Eröffnung zeichnete sich ab, dass das größte Familienfest im Kreis in diesem Jahr erneut zu einem absoluten Publikumsmagneten werden würde. Bei freiem Eintritt kamen viele Familien schon am frühen Vormittag und verbrachten einen kurzweiligen und informativen Tag auf dem weitläufigen Gelände.

Familienfest 2022

Zusammen mit den Kinderstars Fug und Janina und den „Singpause“-Kindern der Liedberger Grundschule hatte Schirmherr Landrat Hans-Jürgen Petrauschke das Fest eröffnet, zu dem der Rhein-Kreis Neuss zusammen mit der Stadt Jüchen, den Kreiswerken Grevenbroich und der Stiftung Schloss Dyck eingeladen hatte. Sein Fazit am Sonntagabend: „Die Resonanz war absolut überwältigend. Ich freue mich über das große Interesse an der Veranstaltung und bin sicher, dass wir heute alle einen tollen Tag hatten. Und ich bedanke mich bei allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben – von den über 100 Ausstellern über die unzähligen Ehrenamtler bis hin zu den Kinderstars, die für ein buntes Programm gesorgt haben“, sagte Petrauschke und kündigte an, dass das nächste Familienfest des Rhein-Kreises Neuss 2024 stattfinden wird.

Gefragt waren die vielfältigen Mitmachaktionen von Basteln und Malen über Bewegungsangeboten bis hin zu Zirkusakrobatik. Angezogen wurde das Publikum ebenfalls von dem kurzweiligen Unterhaltungsprogramm auf den beiden Bühnen. Die aus dem Kinderkanal bekannten Kinderstars Fug & Janina begeisterten das junge Publikum mit ihrer mitreißenden Show ebenso wie die Liedermacher Keks & Knopf, Heiko Fänger mit „Ingas Garten“, das Seifenblasen-Figurentheater, die Eisprinzessinnen und Paw Patrol. Auf der Familienallee, im Bauern- und im Gesundheitsdorf waren die Attraktionen ständig umlagert: der Kletterturm ebenso wie die Greifvögel-Show, Ponyreiten und die imposanten Fahrzeuge von Kreispolizei und Rettungsdiensten.

Dabei nutzten die Gäste die Chance, sich einen umfassenden Überblick über Angebote für Familien in unserer Region zu verschaffen. Spielbus und Medienbus des Kreisjugendamtes waren ebenso vertreten wie Sportvereine, Tanzschulen, Umwelt- und Naturschutzverbände. Während die Stadt Jüchen Zuckerwatte und Luftballons für die Gäste bereithielt, verteilten die Kreiswerke Grevenbroich Eimer und Gummienten und -frösche an die Besucher. Auch zahlreiche Ämter der Kreisverwaltung stellten ihre Dienstleistungen kindgerecht vor. Die Dohnenpräsentation des Katasteramtes war ebenso gefragt wie der Zahnärztliche Dienst mit Button-Maschine, Malaktion und Haifisch-Ballspiel. Am Klimaschutzstand freuten sich die Kinder nach einem erfolgreich absolvierten Quiz über eine Medaille, und bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bemalten sie fair gehandelte Turnbeutel mit Einhörnern und Dinos.

Die Besucher zeigten sich begeistert von dem vielfältigen Programm: „Die Kinder hatten an so vielen Stationen Spaß, dass wir nach vier Stunden immer noch nicht alles gesehen haben.“ und „Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!“, sagten sie am Ende des Tages. Auch Kreisjugendamtsleiterin Marion Klein stellte zufrieden fest: „Die Stimmung und Atmosphäre bei diesem Event sind einfach einmalig, jeder genießt das kostenlose Angebot und lernt dabei viel Neues kennen.“ In diesem Jahr hatte erneut die Neusser Agentur Küpping die Organisation übernommen. Dabei setzte Frank Küpping bewusst auf das bewährte Konzept.

Jubiläumsveranstaltung begeisterte mit buntem Programm

Seit 42 Jahren touren die Spielbusse des Jugendamtes Rhein-Kreis Neuss durch Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen und begeistern Tausende von Kindern. Zum Jubiläumsfest hatte das Kreisjugendamt jetzt zu einem bunten Programm auf dem Kirmesplatz in Jüchen-Otzenrath eingeladen. Zu den Gratulanten gehörten neben Kreisdezernent Harald Vieten die Bürgermeister Harald Zillikens, Marc Venten und Martin Mertens aus Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen.

Ursprünglich war die Veranstaltung „40 Jahre Spielbus im Rhein-Kreis Neuss“ im Jahr 2020 geplant, musste jedoch pandemiebedingt verschoben werden. In einer Bildershow blickten Reinhard Giese und Andreas Bendt vom Jugendamt auf die vergangenen 42 Jahre zurück: Sie zeigten, wo der Bus Station machte. Das Design des Spielbusses wechselte vom Flower-Power-Look über Regenbogenfarben bis hin zum heutigen Landschafts-Design – die Arbeit blieb ähnlich. Ganz gleich ob auf Spielplätzen oder auf Schulhöfen: Immer war der Bus umlagert; mit viel Spaß spielten, bastelten und kochten die Kinder und Jugendlichen zusammen mit dem Team, zu dem neben Sozialpädagogen auch die Busfahrer gehörten.

Nicht nur der Spielbus rollte zur Jubiläumsveranstaltung an; auch der Medienbus Fuchs und der rollende Jugendtreff des Jugendamtes machten Station in Otzenrath. Im Zirkuszelt unterhielten Clown Pibi Glix und der Kinderliedermacher Anders Orth alias „Lila Lindwurm“ die Gäste. Popcorn, Kistenklettern und eine Hüpfburg sorgten ebenfalls für Unterhaltung.

Noch bis zu den Herbstferien ist der Spielbus unterwegs. Montags hält er von 13 bis 16 Uhr vor der Grundschule Frixheim in Rommerskirchen, dienstags von 13.30 bis 16.30 Uhr hinter der Otzenrather Grundschule. Mittwochs macht er von 14 bis 17 Uhr an der Gillbach-Grundschule in Rommerskirchen Station und donnerstags von 12.30 bis 15.30 Uhr an der Gutenberg-Grundschule in Kleinenbroich.

Trauerverarbeitung bei Kindern steht im Mittelpunkt der Elternschule des Schulpsychologischen Dienstes des Rhein-Kreises Neuss. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, 20. September, von 19 bis 20.30 Uhr im Kreismedienzentrum an der Bahnhofstraße 14 in Neuss-Holzheim statt.
Die Mitarbeiterinnen Daniela Frimmersdorf und Nadja van Loyen sprechen mit den Eltern über das Thema „Trauer bei Kindern im Umgang mit dem Tod“. Die Expertinnen betonen, dass es wichtig ist, ein trauerndes Kind nach dem Tod einer wichtigen Bezugsperson behutsam zu begleiten. Dies löse bei den Eltern oft Unsicherheit und Hilflosigkeit aus, zumal diese häufig selbst von dem Verlust betroffen sind. Sie zeigen praktische Übungen, um das Kind bei der Verarbeitung der Trauer zu begleiten und stellen Literatur zu dem Thema vor.
Interessierte melden sich bis Montag, 19. September, unter Tel. 02131 928-4070 beim Schulpsychologischen an. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der dann geltenden Coronaregeln statt.