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Frank Kuepping

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Die Macher des Kinderbuchfestes Grevenbroich: v.l.n.r.: Sarah Scheper, Janine Ackermann, Nadine
Marchi, Julia Linke, Alina Gries, Isabelle Schiffer, Michelle König

„Wir machen Bücher und ihre Geschichten erlebbar. Wir zeigen, wie der Buchzauber entsteht
und wer eigentlich dahintersteckt“, berichten Nadine Marchi und Alina Gries,
Kinderbuchautorinnen und Initiatorinnen des Kinderbuchfestes. Und es ist ein Buchzauber, der
ansteckt. Denn mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher machte das neue Konzept rund um
das Medium Buch an der Bilderbuchkulisse „Stadtparkinsel“ in Grevenbroich bereits 2023
neugierig. Schnell war klar: Es muss eine Wiederholung her. Und die kommt. Nicht nur einfach so,
sondern mit einem gewaltigen Anlauf.
Grevenbroich. „Unsere kühnsten Erwartungen wurden im vergangenen Jahr übertroffen, sodass
wir nun beschlossen haben: Wir wollen größer werden“, erzählt Nadine Marchi. Waren Lesungen,
Workshops, Bühnenprogramm, Autorenstände, Aussteller und die Foodmeile noch auf der
Stadtparkinsel, wird das Fest nun zusätzlich weiter in das Herz des grünen Stadtparks rücken,
direkt neben der Villa Erckens.
Die Rolle des Veranstalters übernimmt erneut der Verein Alte Feuerwache Grevenbroich, der sich
mit seinem muliprofessionellen Team um die reibungslose Umsetzung und die Organisation
kümmert. „Es ist eine Leidenschaft, die im vergangenen Jahr entfacht wurde. Wir freuen uns, dass
die Initiatorinnen uns als Verein einst ins Team geholt haben, das wertschätzt unsere Arbeit“, freut
sich Jugendkulturreferentin Michelle König vom Verein Alte Feuerwache Grevenbroich über die
tolle Zusammenarbeit.
„Neben dem literarischen Highlight werden die Lesungen und auch das Bühnenprogramm zudem
wieder von einer Gebärdensprachdolmetscherin begleitet“, erklärt Sarah Scheper, kommissarische
Leiterin der Stadtbibliothek. „Die Versandhalle, das Auerbachhaus und die Bibliothek werden den
Autorinnen und Autoren für ihre Standplätze zur Verfügung stehen. Die Ausstellerinnen und
Aussteller und die Foodmeile, die im Übrigen dieses Jahr noch einmal erweitert wird, ziehen auf
die andere Seite der Erft.“ So konnte mehr Platz für Standplätze geschaffen werden, sodass das
Fest zum längeren Verweilen einladen wird.

Zur Einstimmung auf das Kinderbuchfest haben sich die beiden Autorinnen noch eine
Überraschung überlegt: Drei ???-Autor Christian Friedrich wird im Grefi-Kino eine interaktive-
Rätsel-Mitmach-Lesung halten, die im Übrigen auch in Gebärdensprache übersetzt wird. „An dem
Samstag-Vormittag, 20. April, um 11.30 Uhr geht es los, die Plätze sind begrenzt“, informiert
Gries. Tickets gibt es ab dem 23. Februar für 7 Euro unter https://grefi-kino.de/
Bei freiem Eintritt findet dann am Sonntag, 21. April, von 11 bis 17 Uhr das Kinderbuchfest auf
der Stadtparkinsel statt. „Die Lesungen, Workshops, der Eintritt sind frei, damit wir möglichst
vielen Familien und Kindern das Medium Buch nahebringen können“, freuen sich Gries und Marchi.
„Das ist dank zahlreicher Sponsoren und Kooperationen möglich.“ Highlights der Veranstaltung
werden neben Lesungen, die in Gebärdensprache übersetzt werden, auch der Auftritt vom
Kinderliedermacher „Lila Lindwurm“ sowie ein außergewöhnlicher Fotospot sein. „Und wir haben
eine bunte Mischung an Autorinnen und Autoren. Ob Kinderkrimi, Monstergeschichten,
Trauerbücher, Umweltbücher, Wichtelbücher — wir haben eine breite Palette, um eine möglichst
breite Zielgruppe zu erreichen“, schwärmt das Team. Familien mit Kindern zwischen null und 14
Jahren werden hier fündig. „Man kann sich Bücher signieren lassen und mit den Gesichtern hinter
den Büchern ins Gespräch kommen. Etwas, das es sonst nicht so häufig gibt“, wissen die beiden
Autorinnen.
Infos:
Samstag, 20 April 2024 von 11.30 bis 12.30 Uhr: Lesung „Die Drei ??? und das Phantom-
Krokodil“ mit Christian Friedrich im Grefi-Kino Grevenbroich. Eintritt 7 Euro inkl.
Reservierungsgebühr. Karten erhältlich unter grefi-kino.de. Für Kinder ab 9 Jahren.
Sonntag, 21. April 2024 von 11 bis 17 Uhr: Kinderbuchfest mit Buchmesse,
Bühnenprogramm, Lesungen (auch in Gebärdensprache), Workshops, Foodmeile, Spielmobil,
Musikprogramm. Der Eintritt ist frei.

Nach sechseinhalb Jahren sieht sich die Neusser Lebenshilfe gezwungen, das Angebot Jugendbus einzustellen. Der Bus ist in die Jahre gekommen und aus technischen Gründen aktuell nicht mehr fahrbereit. Die Kosten für eine Instandsetzung sind hoch und die Investition wäre nicht sinnvoll.  Auch die Anschaffung eines neuen Busses ist keine Option, da die langfristige personelle Besetzung wegen des Fachkräftemangels unsicher ist. In Absprache mit dem Jugendamt fährt der Lebenshilfe-JuB daher ab Februar 2024 nicht mehr wie gewohnt Neusser Stadtteile an, die über kein eigenes oder nahgelegenes Jugendzentrum verfügen. Der Bus wird an die Stadt zurückgegeben. Die Neusser Lebenshilfe bedauert das Ende des erfolgreichen Projektes. Das Jugendamt der Stadt Neuss prüft aktuell den Bedarf an zukünftigen Angeboten in den Stadtteilen Holzheim, Rosellen, Uedesheim und Hoisten.

Musikschule Rhein-Kreis Neuss, Jugend musiziert

28 Mädchen und Jungen der Musikschule Rhein-Kreis Neuss haben in diesem Jahr am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen, der von der Musikschule Dormagen ausgerichtet wurde – und waren dabei äußerst erfolgreich. In den verschiedenen Kategorien wurden 25 erste Preise an die Mitglieder der Kreismusikschule vergeben, 14 Teilnehmende schafften es in die nächste Runde und werden im März am Landeswettbewerb in Köln teilnehmen.

Einen 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb erzielten Louisa Leusch, August von Hugo und Iuno Rosenthal (alle Blockflöte), Paul Hebbering und Jakob Erschfeld (Saxophon) mit seiner Klavierbegleiterin Mia Schuld, Cornelius Monz (Waldhorn), Len Haskic (Trompete), Melinda Kemmann, Shangwi Aung, Manuel Dobras und Moritz Zimmermann (alle Gitarre) sowie Bernadette Albini mit ihrem Spielpartner Luca Bricard-Knipp (Duo Kunstlied) und Anton Tian he Zhang mit seinem Spielpartner Yuchen Wang (Duo Klavier und Violoncello).

Weitere 1. Preise gingen an Lara Zimmermann, Frieda Ziemann, Ina Bergmann (alle Blockflöte), Paul Quiring (Klarinette), Mirja Hinz (Waldhorn), Lindi Yang (Gitarre), Bernadette Albini (Musical), David Li Weide und Miya Ma (Duo Klavier 4-händig) und das Geschwisterpaar Lilli und Julian Küpper (Duo Klavier und Violoncello). Hervorragende 2. Preise erhielten Anna Karl (Gitarre) sowie Alexander Schütze und Mira Zimmermann (Duo Klavier und Violine). Bernadette Albini durfte sich zudem über den Sonderpreis des Deutschen Tonkünstlerverbandes für die beste Interpretation einer Komposition einer Komponistin freuen.

Das diesjährige Preisträgerkonzert findet am Freitag, 16. Februar, im Forum der Gesamtschule Jüchen, Stadionstraße, statt. Beginn ist um 18 Uhr. Alle Interessierten sind eingeladen, Ausschnitte aus den Wettbewerbsprogrammen aller Teilnehmenden zu hören. Der Eintritt ist frei.

„Jugend musiziert“ findet seit 1963 jedes Jahr statt und zählt zu den größten Musikwettbewerben weltweit. Veranstaltet wird „Jugend musiziert” vom Deutschen Musikrat, die Schirmherrschaft hat der Bundespräsident.

(v.l.n.r.: Ursula Platen (Beigeordnete für Schule, Kultur und Bildung), Heinz Mölder (Vorstandsvorsitzender der Kinderstiftung “Lesen bildet”), Astrid Ficinus (zuständige Schulaufsicht)

Stadt Neuss unterstützt Leseprojekt

Die Stadt Neuss unterstützt in diesem Jahr ein neues Leseprojekt: „Das erste Buch“ fördert bereits in zahlreichen Städten und Landkreisen die Freude am Lesen und Schreiben, an Kreativität und an Büchern. 2024 sind nun auch die dritten Klassen der Grundschulen in Neuss eingeladen, mit viel Fantasie und bunten Ideen ein eigenes Buch zu gestalten, das zur Einschulung 2024 alle i-Dötzchen geschenkt bekommen.

Getragen wird das Projekt vom Verein „Das erste Buch e. V.“, der bereits seit 2002 mit seinen Büchern die Leseförderung unterstützt. Das Konzept der Bücher ist dabei ebenso einfach wie überzeugend: Zu jedem Buchstaben des Alphabets schreiben die Kinder der dritten Klassen Geschichten – von A wie Ananas bis Z wie Zirkus. Jede angemeldete Klasse übernimmt ein Wort. Die beste Geschichte, die ins Buch kommen soll, sucht die Klasse gemeinsam aus und malt dazu Bilder. Die Lust am Lesen, Schreiben und Gestalten steht dabei im Mittelpunkt.

Der Verein fügt alle Geschichten und Bilder zu einem Buch zusammen, das zum Nikolaustag alle Erstklässlerinnen und Erstklässler sowie alle beteiligten Kinder geschenkt bekommen.

„Das erste Buch“ gibt es inzwischen bereits in neun Ausgaben: In Bremen, Bremerhaven, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hildesheim und Oldenburg sowie im Landkreis Leer. Gemeinschaftlich in den Landkreisen Osterholz, Rotenburg und Verden wurden bisher bereits 550.000 Bücher mit einem Gesamtwert von 5,4 Millionen Euro für die Leseförderung verschenkt, unterstützt von zahlreichen Unternehmen der jeweiligen Region.

Die Kinderstiftung „Lesen bildet“, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Heinz Mölder, unterstützt und fördert zusammen mit der Sparkasse Neuss das Leseprojekt. Auf das Projekt aufmerksam gemacht hatte Mölder der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Neuss, Dominikus Penners. Die Beigeordnete für Schule, Kultur und Bildung, Ursula Platen, wie auch die zuständige Schulaufsicht, Astrid Ficinus, begleiten und unterstützen die Schulen in dem Vorhaben.

Das Thema „Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken können“ steht im Mittelpunkt der nächsten Elternschule des Schulpsychologischen Dienstes des Rhein-Kreises Neuss. Alle Interessierten sind eingeladen zu der kostenlosen Veranstaltung am Mittwoch, 24. Januar, von 16.30 bis 18 Uhr im Kreismedienzentrum an der Bahnhofstraße 14 in Neuss-Holzheim.

Die freiberufliche Dozentin Dr. Sarah Sons erläutert, wie Resilienz in der Familie gefördert werden kann. Resilienz steht für psychische Widerstandsfähigkeit und innere Stärke und soll dem Kind dabei helfen, herausfordernde Lebenssituationen zu bewältigen und aus diesen gestärkt hervorzugehen. Wichtig ist dabei die Unterstützung durch die Familie.

Eine telefonische Anmeldung für die Veranstaltung ist bis Montag, 22. Januar, beim Schulpsychologischen Dienst unter der Nummer 02131 928-4070 erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Der Schulpsychologische Dienst des Rhein-Kreises Neuss bietet daher an diesem Tag eine telefonische Beratung zu Fragen rund ums Zeugnis an. Unter der Telefonnummer 02131 928-4070 ist die Hotline von 9 bis 15.30 Uhr erreichbar.

Die Schülerinnen und Schüler an Rhein, Erft und Gilbach bekommen am Freitag, 26. Januar, ihre Halbjahreszeugnisse. Der Schulpsychologische Dienst des Rhein-Kreises Neuss bietet daher an diesem Tag eine telefonische Beratung zu Fragen rund ums Zeugnis an. Unter der Telefonnummer 02131 928-4070 ist die Hotline von 9 bis 15.30 Uhr erreichbar. Nicht nur Kinder und Jugendliche können sich an das Zeugnistelefon wenden. Die erfahrenen Fachkräfte beraten auch Eltern und Lehrkräfte. Die Beratung ist vertraulich und findet auf Wunsch auch anonym statt. Der Schulpsychologische Dienst weist jedoch darauf hin, dass keine Fragen zu schulrechtlichen Aspekten beantwortet werden können.

Noch Plätze frei bei internationaler Jugendbegegnung

Deutsch-polnische Partnerschaft, Rhein-Kreis Neuss
Deutsch-polnische Partnerschaft, Rhein-Kreis Neuss

Freie Plätze gibt es noch bei einer internationalen Jugendbegegnung, die vom 29. Juli bis zum 8. August im Rhein-Kreis Neuss stattfindet. An der elftägigen Veranstaltung nehmen insgesamt 15 deutsche und polnische Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren teil.

Die Jugendbegegnung wird vom Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss in Zusammenarbeit mit dem Partnerkreis Mikolów angeboten. Mit diesem Kreis verbindet den Rhein-Kreis Neuss eine bereits 30-jährige Partnerschaft. Bei dem Treffen geht es nicht nur um eine Zusammenkunft von Jugendlichen, sondern interkulturelle Kompetenzen und Sprachentwicklung sollen gefördert und die Teamfähigkeit gestärkt werden. Geplant ist ein breites kulturelles und erlebnispädagogisches Freizeitprogramm, das von zwei Fachkräften begleitet wird.

Die deutschen und polnischen Jugendlichen werden im Nikolauskloster in Jüchen untergebracht. Der Teilnehmerbeitrag beträgt für elf Tage 100 Euro. In dem Teilnehmerbeitrag sind die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und das Programm enthalten. Der Hin- und Rückfahrt zum Nikolauskloster erfolgen in Eigenregie.

Weitere Informationen gibt es bei Kathrin Herbst vom Jugendamt Rhein-Kreis Neuss unter Tel. 02161 6104-5136 oder per E-Mail unter katrin.herbst@rhein-kreis-neuss.de; sie nimmt auch die Anmeldungen entgegen.

Mit einem bunten Fest voller Freude markierte das Lebenshilfe Kinder- und Jugendzentrum Allerheiligen sein zehnjähriges Bestehen. Zur Feier des Tages war die Gästeliste entsprechend lang: Besucher/-innen aus Politik und Verwaltung, anderen Einrichtungen und Institutionen erlebten dabei eine für das „KiJuZe“ typische warme und lebendige Atmosphäre.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Neuss Angelika Quiring-Perl begrüßte die Gäste mit ganz persönlichen Erinnerungen an die Anfänge vor zehn Jahren. In ihren Grußworten lobten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie die stellv. Bürgermeisterin der Stadt Neuss, Frau Susanne Benary, nicht nur die Atmosphäre vor Ort, sondern auch das für eine Lebenshilfe ungewöhnliche und zudem erfolgreiche Engagement in der offenen Jugendarbeit.

Unterstützt von Kaffee, Kuchen und verschiedenen Köstlichkeiten wurde der Tag in sowohl festlicher, als auch nachdenklicher Atmosphäre, genossen. Neben einer Vielzahl von Aktivitäten, darunter Führungen durch das Haus und die aktive Beteiligung des Kinderrats, bot die Feier nicht nur Raum für Reflexion, sondern auch für Inspiration.

„Wir sind wie ein magisches Schiff auf einer Reise durch die Welt der Kindheit und Jugend“, schwärmte Gürcan Gövem, der das Zentrum seit der Eröffnung im April 2013 leitet. Für ihn ist das Zentrum mehr als nur ein Ort der Freizeitgestaltung; es ist eine Mission, ein Abenteuer des Lernens und der persönlichen Entfaltung.

Inklusive Betreuung und offene Jugendarbeit

Durch eine Fotogalerie visualisiert konnte zum Jubiläum auf die Anfänge des Jugendzentrums zurückgeblickt werden – sowie auf dessen Entwicklungen. Die 10-jährige Reise erstreckte sich von spannenden Ferienfahrten nach Skandinavien bis hin zu lokalen Vernetzungsprojekten. In einer Randlage in Neuss angefangen, ist es heute ein Mittelpunkt für offene Jugendarbeit und ermöglicht damit einen einfachen Zugang zu einer breiten Palette von Aktivitäten und Kursen. Darunter Jugendcafé, Mädchenaktionsraum, Werkstatt und Außenbereich – ein Raum für kreative und sportliche Aktivitäten. Seit 2015 übernimmt das Kinder- und Jugendzentrum zudem die Moderation des Runden Tisches Allerheiligen. Das Kernstück der Jugendarbeit steht dabei klar im Vordergrund: Die nachhaltige Bereicherung und Teilhabe zahlreicher Kinder- und Jugendlicher. Durch Projekte wie inklusive Selbstbehauptungskurse oder der Graffiti Aktion „Get-connected“ konnte das Jugendzentrum immer wieder die Bedeutung einer offenen Gemeinschaft hervorheben und auf die Themen jüngerer Generation aufmerksam machen.

Unterstützung durch Stabilität

Im Kinder- und Jugendzentrum Allerheiligen sind alle willkommen – unabhängig von Geschlecht, Konfession, Herkunft oder Behinderung. Seit einem Jahrzehnt steht das Zentrum für inklusive Betreuung und offene Jugendarbeit der Lebenshilfe Neuss. In geborgener Atmosphäre kann jedes Kind und jede/-r Jugendliche/-r nach individuellen Kompetenzen sowie durch eine stabile und produktive Umgebung von einem professionellen Team gefördert werden. Neben Beziehungsarbeit leistet das Kinder- und Jugendzentrum Allerheiligen auch Übergangsarbeit, um Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Umbrüchen ihres jungen Lebens zu begleiten.  So hat ein jedes Kind die Chance emotional und kontinuierlich in seiner Entwicklung zu einem unabhängigen und emotional intelligenten Erwachsenen unterstützt zu werden – und dabei das Leben auch zu genießen.

Die Jubiläumsfeier war daher nicht nur ein Rückblick auf vergangene Erfolge, sondern auch eine Gelegenheit, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Auf weitere gute zehn Jahre“, hob der Leiter des Zentrums hervor. Ein Ausdruck der Hoffnung und des Engagements für die fortlaufende Arbeit und Entwicklung des Zentrums.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) eröffnete die Weihnachtswunschbaum-Aktion im Kreishaus Grevenbroich zusammen mit (v.l.) Wolfgang Norf von der Existenzhilfe Grevenbroich sowie dem Personalratsvorsitzenden Raphael Hermanski und seiner Stellvertreterin Susanne Weitz.
Foto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Weihnachtswunschbaum im Kreishaus Grevenbroich

. Im Foyer des Kreishauses Grevenbroich steht seit dieser Woche ein Weihnachtswunschbaum. Der Rhein-Kreis Neuss ruft zusammen mit der Existenzhilfe Grevenbroich dazu auf, Wünsche von bedürftigen Familien zu erfüllen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eröffnete die Aktion zusammen mit Wolfgang Norf von der Existenzhilfe Grevenbroich sowie dem Personalratsvorsitzenden Raphael Hermanski und seiner Stellvertreterin Susanne Weitz und sagte: „Wir sind sicher, dass viele Interessierte diese Aktion unterstützen und einen der Wünsche erfüllen. Der Weihnachtswunschbaum macht Freude und trägt dazu bei, denen zu helfen, die es nicht einfach haben.“

Der Wunschbaum kann während der Öffnungszeiten des Kreishauses montags bis donnerstags 7 bis 18 Uhr sowie freitags 7 bis 15.30 Uhr besucht werden. Wer einen Zettel pflückt, erhält den Wunsch eines Kindes oder eines Jugendlichen aus einer Familie, die aufgrund der aktuellen Familiensituation wenig bis gar keinen Spielraum für Geschenke hat. Zu den Wünschen gehören neben Spielzeug wie Lego und Puppen auch Kleidung.

Auf den Zetteln am Wunschbaum stehen jeweils eine Weihnachtswunsch-Nummer, der Vorname und das Alter des Kindes oder des Jugendlichen sowie die konkrete Bezeichnung des Geschenks, damit es im örtlichen Handel gekauft oder online bestellt werden kann. Diese Angaben sind zuvor von der Existenzhilfe Grevenbroich gesammelt und an den Kreis weitergegeben worden.

Das beschenkte Kind bzw. der beschenkte Jugendliche bleibt anonym. Umgekehrt erfahren die Empfängerin und der Empfänger auch nicht, welcher Wunschpate oder welche Wunschpatin hinter dem Geschenk steht. Die weihnachtlich verpackte Gabe im Wert von bis zu 25 Euro muss vor der Abgabe mit dem Wunschzettel beklebt werden, damit das Päckchen richtig zugeordnet wird. Gerne dürfen dem Geschenk ein paar freundliche Zeilen beigelegt werden.

Bis spätestens Montag, 18. Dezember, um 12 Uhr, müssen die Pakete im Servicecenter Grevenbroich abgegeben werden. Im Rahmen einer kleinen Feier werden die Geschenke in der Woche vor Weihnachten persönlich an die Familien übergeben. Wer die Weihnachtswunschbaum-Aktion wieder zu einem Erfolg machen und Kinderaugen zum Leuchten bringen möchte, kann sich einen Wunsch im Kreishaus abholen. Weitere Weihnachtswunschbäume der Existenzhilfe Grevenbroich stehen in Grevenbroich in der Coens-Galerie sowie in der Sparda-Bank.

Holz- und Salzteigsterne, kunstvoll gefertigte Schneemänner und Nikolausgesichter auf Holzscheiben – all das und noch viel mehr haben Schülerinnen und Schüler an kreiseigenen Schulen in den vergangenen Wochen gefertigt. Mit den nachhaltig gestalteten Dekorationen wurden jetzt die Weihnachtsbäume im Lichthof des Kreishauses in Neuss sowie die Bäume am Standort in Grevenbroich geschmückt. Dort lag der Schwerpunkt auf der großen Tanne im Außenbereich vor dem Kreishaus.

Die Dezernenten Harald Vieten und Tillmann Lonnes lobten die Aktion, die vom Amt für Gebäudewirtschaft und dem Amt für Schulen und Kultur des Rhein-Kreises Neuss begleitet wurde: „Die Schülerinnen und Schüler haben viel Kreativität bei der Gestaltung des nachhaltigen Weihnachtsbaumschmucks an den Tag gelegt. Mit ihren liebevoll gestalteten Dekorationen stimmen sie die Bürgerinnen und Bürger, die unsere Kreishäuser besuchen, auf das Fest ein.“

An der Aktion beteiligt haben sich das Berufsbildungszentrum Grevenbroich, die Martinusschule und die Sebastianus-Schule in Kaarst, die Schule am Nordpark und die Joseph-Beuys-Schule in Neuss sowie die Mosaikschule in Grevenbroich. Insgesamt haben rund 130 Schülerinnen und Schüler mitgemacht.